Call for Papers - 12. Forum Junge Vormärz Forschung, 30. April 2022

12. Forum Junge Vormärz Forschung. Neue Arbeiten zum Vormärz und Nachmärz - Vorträge und Diskussionen.

Termin: 30. April 2022.
Bergische Universität Wuppertal. Bewerbungsfrist: 31. Dezember 2021.


Die Fakultät für Geistes- und Kulturwissenschaften (Germanistik) der Bergischen Universität Wuppertal und das Forum Vormärz Forschung e.V. veranstalten gemeinsam für junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler das 12. Forum Junge Vormärz Forschung mit neuen Arbeiten zum Vormärz und Nachmärz. Damit soll einem interdisziplinären Austausch innerhalb der Kulturwissenschaften ein öffentliches Forum geboten werden. Die Tagung findet statt in der Bergischen Universität Wuppertal und wird organisiert von Dr. Bernd Füllner und Prof. Dr. Wolfgang Lukas (Fakultät 1, Editions- und Dokumentwissenschaft).
Die besten vorgetragenen Referate, die von einer Jury ausgewählt werden, werden im Jahrbuch Forum Vormärz Forschung e.V. veröffentlicht.

Anmeldungen für Referate (ca. 25 Min.) sind mit einem kurzen Exposé (höchstens 1 Seite) und einem kurzen CV (1/2 Seite) mit Lebensdaten) bis zum 31. Dezember 2021 per Mail zu richten an Dr. Bernd Füllner (fuellner@uni-wuppertal.de).

Dr. Bernd Füllner
Forum Vormärz Forschung e.V.
Urdenbacher Dorfstr. 30
40593 Düsseldorf
Tel. 0176 5392 8219
Email: fuellner@uni-wuppertal.de

Prof. Dr. Wolfgang Lukas
Bergische Universität Wuppertal
Gaußstraße 20
42119 Wuppertal
Tel.: 0202 439 2151



Aufruf zur Mitarbeit am FVF-Jahrbuch 2022

Wahrnehmung in Vor- und Nachmärz

Hg. Tania Eden und Sandra Markewitz

Techniken des Wahrnehmens wurden im 19. Jahrhundert zu Dreh- und Angelpunkten der Subjekt- und Kulturkonzeption in einer politischen und historischen Umbruchzeit. Mit Jonathan Crarys Techniques of the Observer (1990, dt. 1996) geriet die Zeit des Vormärz und dessen Auswirkungen in den Fokus der Wahrnehmungsdebatte. Überschreitungserfahrungen, transgressive Erlebnisse formen kulturelle Standards wie deren Bruch und Herausforderung. Das Jahrbuch möchte die philosophische, ästhetische wie politisch-kulturelle Funktion von Wahrnehmungsformen, -metaphern und -gewohnheiten in den Blick nehmen, auch im Sinne einer methodologischen Rückfrage, die den befragten Bereich nicht einfach auf kulturell oder im weitesten Sinne symbolisch etablierte „Selbstverständlichkeiten“ (Husserl) begrenzt. Da es ein in der breiten Diskussion vergleichsweise unbesetztes Gebiet ist, sind vor allem solche Themen von Interesse, die sich in unbekanntes Terrain wagen, aber auch solche, die gedeutete Phänomene neu beleuchten: Versammlungen, ästhetische Gebilde als Perzeptionen, Vorstellungen von Kulturtransfer, Lehren und Lernen, Medienkonkurrenzen, Genrespezifika, Ökonomien der Aufmerksamkeit in verschiedenen Feldern menschlichen Lebens, phänomenologische Aspekte, etwa die Unterscheidung gnostischer und pathischer Sinne bei Erwin Straus etc. Denkbar sind Überlegungen zu Semantiken des Beobachtens und Beobachtetwerdens, sozialphilosophische Untersuchungen zu ego/alter-Konfigurationen im sozial-politischen oder poetisch-literarischen Feld oder die Befragung von Sehgewohnheiten, die mit rechtlicher oder anderer Privilegierung korrelieren. Prägend im philosophisch-wissenschaftlichen Bereich waren im späten 19. Jahrhundert, als der Vormärz den Weg in die Moderne nahm, ferner die Werke von Helmholtz, Fechner, Mach und Wundt; auch Franz Brentano ist als founding father der Phänomenologie, insbesondere des Grundzugs von Intentionalität zu nennen, der später in Debatten von Husserl und Heidegger fortgeführt wurde. Der Zeit des Vormärz kommt damit, wie gezeigt werden soll, in Bezug auf weite Felder des späteren Diskurses (Konersmann, Kritik des Sehens (1997), Schürmann, Sehen als Praxis (2008) u.a.) eine vorbereitende Rolle zu; diese antizipatorische Qualität verbindet sich mit der Bereitstellung und Diskussion von Kriterien, unter deren Einfluss sich das symbolische Wissen des Vormärz wie der nachfolgenden Zeit herausbilden konnte.

Beitragsvorschläge mit Abstract (ca. 1 Seite) können bis zum 30. November 2021 gesendet werden an PD Dr. Tania Eden (tania.eden@ruhr-uni-bochum.de) und Dr. Sandra Markewitz (sandramarkewitz@yahoo.de)

Abgabetermin für die fertigen Beiträge ist der 31. Oktober 2022.



Aufruf zur Mitarbeit am FVF-Jahrbuch 2021

Vormärz, Nachmärz/Risorgimento, Postrisorgimento: Deutsch-italienische Perspektiven

Hg. Anne-Rose Meyer

Wie kein anderes Land ist Italien im deutschsprachigen Raum seit mehr als 600 Jahren Gegenstand einer nahezu unüberschaubaren Auseinandersetzung in Kunst, Kultur, Philosophie und Politik. Ein Schwerpunkt der Italienrezeption ist im 19. Jahrhundert zu erkennen. Allerdings stehen bis heute nicht Vor- und Nachmärz im Fokus, sondern etwa die Reiseeindrücke Goethes und beispielsweise Italienrezeptionen Eichendorffs, Tiecks und Wackenroders. Das geplante Jahrbuch zielt deswegen darauf, die Erforschung deutsch-italienischer Beziehungen mit Blick v.a. auf die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts fortzuführen und zu ergänzen. Ein besonderes Augenmerk soll dabei auf historisch-politischen Analysen zu Gemeinsamkeiten und Unterschieden von Vor- bzw. Nachmärz und Risorgimento bzw. Postrisorgimento liegen. In komparatistischer Perspektive sind gleichfalls deutsche und italienische Reaktionen auf die Restauration sowie auf die Niederschlagung von Revolten in Europa und den genannten Zeiträumen interessant. Auch die Frage, inwieweit ein Vergleich zwischen La Giovine Italia, der Partita d‘Azione und den Carbonari mit dem Jungen Deutschland und anderen liberal orientierten deutschen Gruppierungen aufschlussreich für die historische Analyse sein kann, wäre zu diskutieren. In diesem Zusammenhang ist auch die Rezeption von Werk und Wirken Giuseppe Mazzinis und Giuseppe Garibaldis und anderer demokratisch-republikanisch gesinnter Intellektueller in den deutschen Ländern von Interesse. Und umgekehrt: Wie werden Vor- und Nachmärz in der italienischen Presse, Geschichtsschreibung, Literatur aufgenommen und dargestellt? Wer vermittelt zwischen den Ländern und welche Formen des Kulturtransfers (Übersetzungen, Korrespondenzen, Reiseberichte usw.) können ausgemacht werden?

Eine Grundlage für das Jahrbuch bilden die Arbeiten von Christina Ujma, v.a ihre posthum erschienene Studie zu Stadt, Kultur, Revolution. Italienansichten deutschsprachiger Schriftstellerinnen des 19. Jahrhunderts (2017), Untersuchungen Jens Petersens zum deutschen politischen Italienbild in der Zeit der nationalen Einigung (1999), Robert Lukendas Buch zu Die Erinnerungsorte des Risorgimento – Genese und Entfaltung patriotischer Symbolik im Zeitalter der italienischen Nationalstaatsbildung (2012) sowie Aufsätze Heid Beutins und Marion Müllers etwa zu Malwida von Meysenbug als Kulturvermittlerin zwischen Italien und den deutschen Ländern.

Das geplante Jahrbuch dient vor diesem Hintergrund der Fortführung und Ergänzung einer interdisziplinären wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit deutsch-italienischen Beziehungen und soll dazu beitragen, wichtige übergeordnete Fragen zu präzisieren; beispielsweise nach wechselseitigen Einflüssen auf die Unabhängigkeitsbestrebungen in Italien und den deutschen Ländern, nach Wegen der Kultur- und Wissensvermittlung, transnational vergleichbaren Formen politischen Engagements und nach kulturreflexiven Ausdrucksformen, in denen Erfahrungen von Alterität und Identifikation gestaltet sind. Im Fokus sollen deswegen mit Blick auf den Vor- und den Nachmärz sowie auf den Risorgimento folgende Aspekte stehen:

Kulturtransfer und Wissensvermittlung in politischen Zirkeln, Vereinen, Geheimbünden sowie durch Zeitungen, Briefe und Reiseberichte
Italien in der deutschsprachigen Geschichtswissenschaft, in Philosophie und Philologie des Vor- und Nachmärz
Bilder des Risorgimento bzw. Postrisorgimento in deutschsprachiger Literatur und bildender Kunst sowie umgekehrt: Bilder der deutschen Länder im Vor- und Nachmärz in italienischer Literatur und bildender Kunst


Willkommen sind Beiträge aus der Geschichtswissenschaft, Italianistik, Germanistik, Komparatistik, der Kunst- und Musikwissenschaft, Philosophie und den Sozialwissenschaften, gerne auch in interdisziplinärer Perspektive.

Vorschläge mit einem kurzen Exposé (nicht länger als 500 Worte) bitte bis zum 31. Dezember 2020 an:

Apl. Prof. Dr. phil. habil. Anne-Rose Meyer, Anne-Rose.Meyer@uni-wuppertal.de

Als Abgabetermin für die Beiträge ist der 31. Oktober 2021 geplant.



Aufruf zur Mitarbeit

Adel im Vormärz. Interdisziplinäre Tagung

Das Literaturarchiv in Mersch (Luxemburg) gemeinsam mit der Universität Stuttgart widmet in Kooperation mit der Forum Vormärz Forschung seine nächste Jahrestagung (11.-13.März 2021) dem Adel im 19. Jahrhundert, speziell dem Adel im Vormärz. Auch wenn das 19. Jahrhundert als das bürgerliche Zeitalter gilt, stammen doch bedeutende Autoren und Autorinnen aus dem Adel und damit einer sozialen Formation, die – so die Ausgangsthese der Tagung – zunehmend auch das Schreiben dazu nutzte, um politisch Stellung zu beziehen und/oder politische Statusverluste als Künstler zu kompensieren.

Um dieses bislang in der germanistischen Forschung nur wenig erschlossene Untersuchungsgebiet zu beleuchten, sind Beiträge willkommen, die sich einem einzelnen Autor/einer einzelnen Autorin oder mehreren vergleichend widmen. Zu fragen wäre, ob und inwiefern die adlige Herkunft bei der Selbstpositionierung als Schriftsteller/in eine Rolle spielt. Ebenso begrüßt werden Beiträge zum Adel in der Literaturgeschichtsschreibung sowie dem Adel aus historischer Perspektive. Auch Beiträge aus dem Bereich der Musik-, Kunst- und Theaterwissenschaften sind willkommen. Einzelne Vorträge können auch gern das lange 19. Jahrhundert betrachten, grundsätzlich sollte der Fokus aber auf der Zeit des Vormärz liegen. Nachdem die Darstellung adliger Figuren in der Literatur bereits ausführlich in der Forschung diskutiert worden ist, wollen wir in dieser Tagung Adel im Vormärz neue Wege beschreiten.

Abstracts und eine kurze Bio-Bibliographie (Umfang: max. eine Seite insgesamt) werden bis 30.04.2020 erbeten.

Die Veranstaltung findet am 11.-13. März 2021 im Literaturarchiv in Mersch statt. Die Reise- und Übernachtungskosten werden übernommen.

Die Beiträge werden in der Studien-Reihe des Forum Vormärz Forschung im Aisthesis Verlag veröffentlicht.

Dr. Claude D. Conter, Centre national de littérature, Luxemburg (claude.conter@cnl.etat.lu)

PD Dr. Urte Stobbe (Professurvertretung), Universität Stuttgart (urte.stobbe@ilw.uni-stuttgart.de)

https://cnl.public.lu/fr.html
https://www.ilw.uni-stuttgart.de/institut/team/Stobbe



Call for Papers - 11. Forum Junge Vormärz Forschung, verschoben auf den April 2021 (das neue Datum folgt demnächst)

11. Forum Junge Vormärz Forschung. Neue Arbeiten zum Vormärz und Nachmärz - Vorträge und Diskussionen.

Termin: Verschoben auf den April 2021 (das neue Datum folgt demnächst)
Bergische Universität Wuppertal. Bewerbungsfrist: 20. Dezember 2019.

Die Fakultät für Geistes- und Kulturwissenschaften (Germanistik) der Bergischen Universität Wuppertal und das Forum Vormärz Forschung e.V. veranstalten gemeinsam für junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler das 11. Forum Junge Vormärz Forschung mit neuen Arbeiten zum Vormärz und Nachmärz. Damit soll einem interdisziplinären Austausch innerhalb der Kulturwissenschaften ein öffentliches Forum geboten werden. Die Tagung findet statt in der Bergischen Universität Wuppertal und wird organisiert von Dr. Bernd Füllner und Prof. Dr. Wolfgang Lukas (Germanistik, Editions- und Dokumentwissenschaft). Die besten vorgetragenen Referate, die von einer Jury ausgewählt werden, werden im Jahrbuch Forum Vormärz Forschung e.V. veröffentlicht.

Anmeldungen für Referate (30 Min.) sind mit einem kurzen Exposé (höchstens 1 Seite) und einem kurzen CV (mit Lebensdaten) bis zum 20. Dezember 2019 per Mail zu richten an Dr. Bernd Füllner (fuellner@uni-wuppertal.de).

Dr. Bernd Füllner
Forum Vormärz Forschung e.V.
Urdenbacher Dorfstr. 30
40593 Düsseldorf
Tel. 0176 5392 8219
Email: fuellner@uni-wuppertal.de

Prof. Dr. Wolfgang Lukas
Bergische Universität Wuppertal
Gaußstraße 20
42119 Wuppertal
Tel.: 0202 439 2151